Pyjamaparty – irgendwann im Sommer 2004

Irre ist das erste Wort das mir zur damaligen Party in Pyjamas einfällt. Denn Julian und mir war es keinesfalls schräg genug, auf der Party auf viele Bekannte und Fremde in Pyjamas zu treffen. Ich war fest entschlossen einen d’rauf zu setzen und Julian kurzerhand spielend leicht dafür zu begeistern.

Das muss ich erklären: ich lebte seinerzeit in Kettwig, Julian in Altendorf. Die Pyjamaparty wurde von Freunden und mir organisiert fand in Kettwig statt. Normale Menschen wären jetzt auf die Idee gekommen, dass Julian zu mir nach Kettwig reist, sich bei mir in den Pyjama schmeißt und dann den kurzen Weg zur Party mit mir nimmt. Doch weit gefehlt! Ich war es, der seinen Pyjama (Bademantel) (einen Dank in Richtung Himmel: Opa) einpackte und sich auf den Weg zu Julian nach Altendorf begab. Julian lebte seinerzeit bei seiner Oma die sehr herzlich aber konservativ gestrickt war. Sie durfte also keineswegs von unserem perfiden Plan Wind bekommen. Wir entschlossen uns, uns im Keller seiner Oma umzuziehen, nachdem wir uns normal gekleidet von ihr verabschiedet hatten, um anschließend in Pyjama mit den öffentlichen Verkehrsmitteln quer durch Essen zu reisen.

Bereits auf dem Weg zur ersten Haltestelle bekamen wir ein erstes Resüme̱e̱ von den neugierigen Passanten Alendorfs. Mancher rief gar: „Ey, ihr Bademeister“ hinter uns her. Mit riesigem Grinsen im Gesicht stiegen wir in die 105 in Richtung Essen-HBF, um dort in die S6 und anschließend in den Bus 142 nach Kettwig umzusteigen. Die wohl witzigste Straßenbahnfahrt, Zugfahrt und Busfahrt meines Lebens. Die anschließende Party war legendär. An dieser Stelle möchte ich Bilder sprechen lassen und mich fürs erste Verabschieden:

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